Nach Brisbane haben wir einige Tage in Surfer’s Paradise verbracht, was so ziemlich in ganz Australien als Partystadt bekannt ist, weshalb auch die Einheimischen, die gerade mit der Schule fertig geworden sind (Schoolies), hierher kommen, um zu feiern. Ansonsten kann man allerdings auch nicht so sonderlich viel machen, außer shoppen und in die Theme Parks gehen. Unser Hostel bietet zweimal die Woche eine “Backpackers Big Night Out” an, wo man aber allerdings das Party Package für 30 Dollar als Eintritt erwerben muss. Weil sich aber alles doch ganz gut anhörte, gingen wir mal mit und erhielten einen rosa Eintrittsbändel als Beweis, dass wir gezahlt hatten. Außerdem gab’s noch ein Strandhandtuch (das aber unser Meinung nach etwas klein ist, um als Strandhandtuch durchzugehen (wenigstens ist es ganz hübsch, nämlich orange)) und eine Telefonkarte, womit man anscheinend 110 Minuten nach Deutschland telefonieren kann. Leider funktioniert sie nicht. Dann ging es also circa um 21 Uhr los und wir wurden von einem Reisebus abgeholt, der uns dann zum Ausgehviertel von Surfers Paradise fahren sollte. An dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass es einen Dresscode gab, aber komischerweise nur für Jungs. Diese mussten lange Hosen und Schuhe tragen, doch Mädels hätten halbnackt rumlaufen können und es hätte niemanden interessiert. Im Partyviertel also angekommen erhielt auch jeder einen farbigen Sticker, damit man nicht aus Versehen umsonst jemanden anbaggert (immerhin wirbt die Party mit garantiertem Abgeschleppt werden!). Gelb stand dabei für vergeben mit Partner, grün für Single und wer beides bekam, war zwar vergeben, hatten aber seinen Partner nicht dabei. Der Bus fuhr uns dann zur ersten Disko die “Bedroom” hieß, wo der Eintritt und ein Freigetränk bereits enthalten waren. Im Laufe des Abends, besuchten wir im 1,5 Stunden Takt insgesamt 4 Diskos und in jeder erhielten wir freien Eintritt und ein Freigetränk und zusätzlich alle Getränke zum halben Preis. Das letzte Freigetränk holten wir aber nicht mehr ab, weil wir im stehen einschliefen und dann beschlossen, dass es besser wäre sich nun auf den Heimweg zu machen. Laut Werbung hätten wir auch noch Free Pizza und Free Condoms erhalten sollen, aber von beidem haben wir nichts gesehen. Die Pizza haben wir zwar immerhin gesehen, aber zwei Pizzas sind für 200 Backpacker wohl ein bisschen wenig und abgekriegt haben wir auch nichts. Alles in allem war es aber doch ganz lustig und man bekommt eigentlich ziemlich viel geboten für seine 30 Dollar.
Am letzten Tag besuchten wir dann noch den Wet’n’Wild Theme Park: Das ganze war so ungefähr ein riesiger Erlebnispark, der aber nicht aus Achterbahnen, sondern aus Wasserrutschen bestand. Dort angekommen merkten wir, dass wir unsere Sonnenkreme vergessen hatten, aber nichts desto trotz stürzten wir uns ins nasse Vergnügen, da ein heißer Tag war (genau genommen ist jeder Tag ein heißer Tag). Am besten gefallen hat uns ein riesiger Trichter. Zuerst setzte man sich zu viert in einen Gummiring und dann fiel man von oben in einen gigantischen Trichter rein, wo man erst mal einige Zeit hin und her geschleudert wird, bis man dann unten aus einem relativ kleinen Loch wieder herausfällt – Adrenalin pur. Hier rutschten wir auch auf einer Rutsche mit 70 Grad Steigung, die aber im Wesentlichen nur schmerzhaft ist und einen aufgeschürften Rücken verursacht. Zum Chillen gab es außerdem einen Fluss, wo man sich mit einem Gummiring hineinlegen konnte und einfach entlang treiben lassen konnte, bis man wieder am Ausgangspunkt angekommen ist, und dann noch eine Runde, und noch eine….
Das wars so im Wesentlichen, was wir in Surfers Paradise gemacht haben, denn da langsam unsere Zeit knapp wird, mussten wir uns auch schon wieder südwärts bewegen, in Richtung Sydney. Wir übersprangen dann Byron Bay und machten unseren nächsten Stopp in Yamba, einer kleinen Surferstadt unterhalb von Byron Bay.